Fazit zum #Start-Up-Gipfel und offener Brief an die Landesregierung BW

Denn genau diese brüstet sich als DER Standort für Start-Ups.

Aufgestockte Fördertöpfe und Wagniskapitalfonds, hervorragende Infrastruktur und ganz wichtig: die Unterstützung für mutige Gründer, mit einer guten Idee.

Solche Menschen braucht das Land und diese müssen gefördert werden, damit Baden-Württemberg das Land der Erfinder und Gründer wird, ist oder bleibt.
So ungefähr lauteten die Worte unseres Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und der Wirtschaftsministerin Frau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Die Realität sieht aber leider anders aus.

Gefördert wird, was der Schwabe kennt!

- das Auto
- der Roboter
- am besten was mit Maschinenbau.

Ein vorangegangenes Studium ist idealerweise Voraussetzung für jeden Gründer.
Man steigt dann nämlich auch gleich beim Daimler, beim Bosch oder beim Kärcher ein oder wird vom Onkel beim jeweiligen Zulieferer eingestellt.

Gründer, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht so viel Glück mit dem Bildungssystem hatten oder ohne die richtigen, meist familiären “connections” ausgestattet sind, haben also schonmal beachtlich weniger Chancen, mitzusprechen und mitzugestalten.

Hier könnte eigentlich das Land ins Spiel kommen und diese Personen und deren Ideen mit Wagniskapital und Know-How fördern.

Tut es aber nicht - falls doch - bitte melden!

Nachdem ich inzwischen viele Gespräche mit entsprechenden Förderstellen hatte, sieht das Ergebnis - für mich - so aus:

Gefördert wird, was schon funktioniert und Geld abwirft.

Ständig wird zudem ein Umdenken in der “Kultur des Scheiterns” gefordert.
Doch kann man Scheitern als Erfolg sehen, wenn das Risiko beim Gründer bleibt und dieser im schlechtesten Falle Schulden angehäuft und einen sicheren Job gekündigt hat?

Liebe Landesregierung, liebe Bundesregierung,
wie bitteschön soll ein “Otto-Normal-Gründer” der vielleicht eine “großartige Idee” hat und damit auch gesellschaftlich etwas bewegen könnte, diese zu einem funktionierendem Unternehmen heranwachsen lassen?
Ohne Kapital, ohne Alumni-Netzwerk, ohne Vitamin B(osch) oder D(aimler)?

Nehmt die Gründer ehrlich an die Hand und nehmt sie vor allem ernst!

Es ist schön, dass sich in BW endlich etwas in der Start-Up-Szene tut.
Auch der Gipfel - also die Veranstaltung selbst - war wirklich gelungen. Ein Dank geht damit natürlich an die Veranstalter.

Doch, dass Baden-Württemberg nicht “DER PLACE ZUM GRÜNDEN” ist, zeigt auch dieser Artikel in der Stuttgarter Zeitung:

https://tinyurl.com/y7lupx39

Vielleicht aus den genannten Gründen?

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Andreas Veljkovic
Gründer mit Migrationshintergrund aus einer Arbeiterfamilie und ohne Studium
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